Lesepaten – Projekt

Seit März 2010 gibt es an unserer Schule das Lesepaten-Projekt. Angefangen hat es mit einer Informationsveranstaltung in der Comedia – einem Theater in Köln - unter der Schirmherrschaft von Mariele Millowitsch und Birgit Wanninger. 350 Gäste, Lehrerinnen, Lehrer und interessierte Menschen, die gerne bei dem Projekt mitmachen wollten, haben sich dort getroffen. Es war so voll im Zuschauerraum, dass nicht alle Platz fanden.

So lernte ich Frau Beuth im Vorraum kennen. Sie war zuerst ziemlich wütend, denn sie wollte sich ehrenamtlich als Lese-Mentorin engagieren, wurde aber wegen Überfüllung  nicht mehr in den Zuschauerraum gelassen.

Wir kamen ins Gespräch. Sie erzählte, dass sie Griechisch spricht und gerne eine Schülerin als Lesementorin betreuen würde. Wir tauschten unsere Telefonnummern aus und einige Wochen später begann sie als Lese-Mentorin  an unserer Schule. Seit dieser Zeit betreut sie eine griechische Schülerin meiner Klasse, und wurde so  unsere erste Lesementorin.

Ihr folgte Frau Bubenberger, eine ehemalige Kollegin und Mitstreiterin der ersten Stunde. Sie ist leider im Sommer 2011 verstorben. Frau Eckermeier, Frau Müller, Herr Grünastel, Herr Henn, Frau Soppe und Frau Dietsch waren dann die Nächsten im Bunde.

Seit April 2010 betreuen diese ehrenamtlichen Lesementoren also jeden Freitag Schülerinnen und Schüler aus der jetzigen Klasse 9a.

Das anfängliche Projekt, das durch die Stadt Köln, die AWO, die SK-Stiftung und die freie Volksbühne Köln eV unterstützt wird, wurde aus organisatorischen Gründen an unserer Schule erweitert.

Ergänzend zum Deutsch- und Förderunterricht gibt es eine Eins – zu – Eins - Betreuung, in der sich die Kinder zum Beispiel mit Leseübungen, Konzentrationsspielen, Texterarbeitungen, Lektüren, Artikeln, Berichten beschäftigen.

Es macht Freude zu beobachten, wie engagiert alle bei der Sache sind, obwohl es doch immer am Ende der Woche stattfindet und das Wochenende ruft.

Außerdem zeigt sich, dass die Schülerinnen und Schüler mehr Selbstbewusstsein gewonnen haben und sich besser konzentrieren können. Dadurch haben sich bei allen Beteiligten die schulischen Leistungen verbessert.

Und wer hätte gedacht, dass Lesen sogar Spaß machen kann? 

C. Haßelmann 

( Klassenlehrerin / 9a )


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